Arbeits- und Sozialpolitik

Die ProJob ist seit 2006 aktives Mitglied im Verbund arbeitsmarktpolitischer Dienstleister in Bremen (VaDiB) und arbeitet in verschiedenen Arbeitsgruppen und Gremien mit, darüber hinaus auch im Arbeitskreis der Arbeitsmarktakteure im Diakonischen Werk Bremen e.V.

Hier finden Sie interessante Positionen, Artikel, Downloads ...

Initiativkreis Bremer Armutskonferenz 21.12.2016
Soziale Spaltung und zunehmende Armut in Bremen konsequenter bekämpfen!

IAB-Kurzbericht zu „1-EURO-Jobs

Arbeitsmarktpolitik mit Perspektiven für Langzeitarbeitslose

Initiative ProArbeit Öffentlich geförderte Beschäftigung / Idee des Passiv Aktiv Transfers www.initiative-pro-arbeit.de

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"Mindestlohn erhöht sich!"
Ab dem 01.01.2017 gilt der neue Mindestlohn in Höhe von 8,84 €. Alle sozialversicherungspflichtigen Mitarbeitenden der ProJob erhalten bereits seit dem 01.09.2012 ihr Gehalt nach Mindestlohn. Aktuell zahlen wir in der Eingruppierungsstufe 1 einen Basislohn von 9,36 € pro Stunde.

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Diakonie-Zitat: Neuberechnung der Regelsätze ist willkürlich und unsachgemäß
21. Oktober 2016   Heute berät der Bundestag in erster Lesung über die Neuberechnung der Regelsätze von Hartz IV, Sozialhilfe und Grundsicherung im Alter.

Hierzu erklärt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland:
"Malstifte, ein Eis im Sommer, Zimmerpflanzen oder ein frischer Blumenstrauß, ein Weihnachtsbaum oder eine Haftpflichtversicherung -  wer Sozialleistungen erhält, muss darauf verzichten. Hier den Rotstift anzusetzen, halten wir für willkürlich und unsachgemäß. Die Streichungen treffen vor allem die zwei Millionen Kinder in Deutschland, die in Familien leben, die Hartz IV beziehen.

Ihre Situation wird sich trotz geringfügiger Erhöhungen nicht verbessern. Die Diakonie wird im November ein eigenes Berechnungsmodell für die Regelsätze vorstellen, das ein transparentes und sachgerechtes Verfahren gewährleistet, das die Wohlfahrtsverbände, Sozialverbände, Betroffenenvertretungen und Sozialpartner beteiligt und bei dem die fachlichen Grundlagen der Regelbedarfsermittlung eingehalten werden."

Zum Gesetzentwurf hat die Diakonie Deutschland wie folgt Stellung genommen: http://www.diakonie.de/media/Diakonie_StN_Ref-E_RBEG_160915.pdf

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Diakonie-Zitat: Neuer Hartz IV-Regelsatz ist zu niedrig
31. August 2016   Die Bundesregierung hat den Hartz IV-Regelsatz neuberechnet

Zum vorgelegten Referentenentwurf sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland:
"Die Diakonie wird die neue Berechnung des Hartz IV-Regelsatz genau prüfen. Bereits bei der letzten Berechnung hatte die Diakonie kritisiert, dass der Satz um mehr als 70 Euro zu niedrig angesetzt war. Wichtige Dinge, wie ein Kinderfahrrad, rezeptfreie Arzneimittel, ein Weihnachtsbaum oder große elektrische Haushaltsgeräte wie Waschmaschine oder Kühlschrank wurden nicht eingerechnet. Die jetzt angekündigte Erhöhung um 5 Euro zeigt, dass die Mängel in der Berechnungsgrundlage nicht behoben wurden. Die Diakonie hat ein Gutachten in Auftrag gegeben, dass einen bedarfsgerechten Regelsatz ausarbeiten und die Berechnungsmängel der Bundesregierung offenlegen soll. Gemeinsam mit anderen Verbänden und Erwerbslosenorganisationen setzt sich die Diakonie im "Bündnis für ein menschenwürdiges Existenzminimum" für einen Regelsatz ein, der ein Mindestmaß an sozialer und kultureller Teilhabe nicht nur verspricht, sondern tatsächlich sichert. www.diakonie.de

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Sanktionen für Arbeitslose haben gravierende Folgen
Berlin, 24. Juni 2016  Der Bundestag hat gestern die Reform der Hartz IV-Gesetzgebung verabschiedet. Dazu sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland:

"Mit dem Gesetz sollten viele Regelungen für die Leistungsbezieher vereinfacht werden. Dieses Versprechen löst das Gesetz nicht ein. Insbesondere bei den Sanktionen bleibt alles beim Alten: Wer keine prekäre Beschäftigung annimmt, muss auf existenzsichernde Leistungen für Essen, Kleidung und Wohnen verzichten.

Dies hat bereits jetzt gravierende Folgen: Seit Jahren steigt  die Armut weiter, obwohl die Arbeitslosigkeit abnimmt. Darum ist auch die Ausnahme vom Mindestlohn für Langzeitarbeitslose nicht akzeptabel und muss dringend abgeschafft werden. Damit werden keine existenzsichernden Arbeitsplätze gefördert, sondern prekäre Beschäftigung, die durch ergänzende Sozialleistungen aufgestockt werden müssen. Die Diakonie wird sich weiterhin für die Abschaffung von Sanktionen und einen Mindestlohn von Anfang an auch für Langzeitarbeitslose einsetzen."

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