Pilotprojekt Wohnraumausstattung

Ein neues Netzwerkprojekt im Bremer Osten

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Das Pilotprojekt „Wohnraumausstattung“ zur Unterstützung des Auszuges von Flüchtlingen aus den Übergangswohnheimen in eigenständige Wohnungen sowie zur Unterstützung einkommensarmer Bürger/innen bzw. Transferleistungsbezieher der Quartiere im Bremer Osten wurde zum 1.März 2016 bewilligt und nach erfolgreicher Personalsuche konnte die praktische Arbeit im Projekt am 15.04.2016 starten.

Die Koordination hat unsere Dipl.-Sozialpädagogin Andrea Bierstedt übernommen. Zum Team gehören die beiden Alltagshelfer Katja Rust und Andreas Haake.

Für die Stadt Bremen entsteht durch den Einsatz dieser Stellen ein großer Vorteil, wenn Umzüge schnell und reibungslos durchgeführt werden und Flüchtlinge dadurch in möglichst kurzer Zeit aus den Übergangseinrichtungen in eigenen Wohnraum ziehen können, bzw. einkommensarme Bürger/innen unkompliziert Unterstützung bei der Wohnraumausstattung erhalten.

Die erste Besonderheit an diesem Projekt ist die Entstehungsgeschichte. Als im Frühjahr 2015 immer mehr Flüchtlinge nach Bremen kamen und gleichzeitig die Hilfsbereitschaft der Bürger zu einem vermehrten Angebot an Gebrauchtmöbeln für die Ausstattung von Wohnungen führte. Einzig die Koordination und Verteilung war nicht zu bewältigen. Diese Aufgabe übernimmt nun das Pilotprojekt Wohnraumausstattung.

Die zweite Besonderheit, ist das vielleicht einzigartige und sehr gute Netzwerk im Bremer Osten, welches überhaupt dazu geführt hat, dass nun das Projekt startet.

Die Netzwerkpartner:
·      Allmende Gebrauchtmöbellager / ProJob
·      GEWOBA
·      Gröpelinger Recycling Initiative / GRI
·      Jobcenter Bremen
·      Ortsämter im Bremer Osten
·      Quartiersmanager im Bremer Osten
·      Senatorin Soziales, Jugend, Frauen, Integration, Sport
·      Sprungbrett
·      Tertia
·      Verein für Innere Mission in Bremen
·      Verein für Recycling und Umweltschutz

Die Aufgaben der Wohnraumausstatter:
1.    Bedarfsermittlung: die Wohnraumausstatter stehen mit den Flüchtlingsfamilien und den zuständigen Wohnraumberater/innen in den Übergangseinrichtungen im Kontakt und aktualisieren fortwährend welche Familien, Bürger welchen Bedarf haben

2.    Warenrecherche: die Wohnraumausstatter fragen bei den Beschäftigungsträgern nach, ob und wo die erforderliche Ware konkret angeboten wird und geliefert oder abgeholt werden kann

3.    Vermittlung: die Wohnraumausstatter verweisen die Bedürftigen zu den Beschäftigungsträgern. Gegebenenfalls betreuen und begleiten sie diese und helfen bei der Kaufabwicklung. Die Beschäftigungsträger liefern im Stadtgebiet für eine Pauschale (abhängig von der Menge ca. 20,- € bis 40,- €)

4.    Begleitung: die Wohnraumausstatter bieten den Bedürftigen Hilfe bei der Montage der Möbel an. Wenn ein sehr umfangreicher Möbel Aufbau erforderlich ist, z.B. für professionelle Küchenmontage organisieren die Wohnraumausstatter kostengünstige Hilfen

5.    Werbung: die Wohnraumausstatter werben durch geeignete Maßnahmen um Unterstützung, Freiwillige und Sachspenden

6.    Akquisition: die Wohnraumausstatter sammeln die Anfragen der Spender und besichtigten die Ware. Sie stellen den Kontakt zwischen Spendern und Beschäftigungsträger her. Die Beschäftigungsträger holen die Waren bei den Spendern kostenlos ab und stellen sie bereit.